Dienstag, 16. Oktober 2018
SCHERMBECK DEALS
Wir sind Schermbeck

Wir sind Schermbeck

 
74 Teilnehmer begaben sich ab Schermbeck auf die Routen des 27. Niederrheinischen Radwandertages

Am Sonntag starteten bei strahlender Sonne und viel Wind im Laufe des Tages 74 Teilnehmer zum Niederrheinischen Radwandertag. Die Route 40 (knapp 38 km) und 41 (rund 63 km) führten u.a. vorbei am Gelände Lühlerheim (Odtimertag), das Turmmuseum und das Museum der Fam. Sondermann waren geöffnet, einige Gastronomiebetriebe boten Gratisleistungen für die Teilnehmer an und hier vor Ort gab es Grillwürstchen über die Pfadfinder und Getränke durch die Oberstufenschüler der Gesamtschule.
Aus den Nachbarorten Hamminkeln und Hünxe konnten wir weitere 65 Gäste begrüßen, die über den Start in den Nachbarorten ebenfalls den Weg nach Schermbeck fanden, so dass wir mit insgesamt 139 Radlern vor Ort ins Gespräch kamen. Die Pause am Rathaus wurde gerne angenommen, auch Prospektmaterial aus Schermbeck und Umgebung wurde mitgenommen. Einige Teilnehmer wollen am nächsten Wochenende zu „Schermbeck genießen“ erneut in unsere Gemeinde kommen.
Am Morgen wurden die Radler durch eine Gruppe von der Schermbecker Blaskapelle „Einklang“ unterhalten. Der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski berichtete allen Frühstartern bei seiner Begrüßung was sie an diesem Tag erwarten würde. Einige Gäste haben die Gelegenheit genutzt, ihr Fahrrad hier von der Polizei kodieren zu lassen.
Alle wieder eingegangenen Starterkarten mit mind. 2 Stempeln werden heute bereits an den Niederrhein Tourismus weitergeleitet, um an der in diesem Jahr zentral organisierten Verlosung teilnehmen zu können.
Ausdrücklich bedankten sich viele Teilnehmer für die professionelle Kennzeichnung der Routen auf Schermbecker Gebiet durch Berthold Große Homann, man konnte auch ohne Routenplan die Strecke wunderbar nachvollziehen.
Unser Dank gilt den Schülern der Gesamtschule, der Blaskapelle Einklang Schermbeck und den Pfadfindern unserer Gemeinde sowie der Familie Schledorn aus Bricht, sie baute
Die Gespräche mit unseren Gästen aus unterschiedlichen Startorten machen uns zuversichtlich, dass viele Teilnehmer den Weg in unsere Gemeinde erneut finden werden, ergänzt das gestrige Team der Tourist-Info.
Das Projekt "Neue Wildnis Dämmerwald" ist im Wildnisentwicklungsgebiet Dämmerwald bei Schermbeck verortet. Es handelt sich um ein Waldgebiet mit altem Laubbaumbestand, welches sich ohne menschliche Eingriffe zu einer "neuen" Wildnis entwickeln soll. Ziel des Gebietes ist es, einen Beitrag zum Natur-, Arten- und Klimaschutz zu leisten und dabei die Bevölkerung im Rahmen von Wildnis- und Umweltbildung einzubeziehen.
 
Die Wildnisführungen starten jeden Donnerstag um 15:00 Uhr am Wanderparkplatz Teufelstein und dauern ca. 2 Stunden.
Anmeldungen bitte unter:

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Telefon: 0281 33 832-0
 
Die Führungen sind für Kinder und Jugendliche kostenfrei. Erwachsene zahlen 5.- € pro Person

„Wer mit seinem Garten schon zufrieden ist, hat ihn nicht verdient.“ Diese Garten-Weisheit von Foerster, Karl (1874-1970) ist Ursprung und Leidenschaft einiger Garteneigentümer aus Raesfeld und Schermbeck. Sie leben diesen Gartentraum und möchten diesen mit vielen Besuchern und Gartenliebhabern teilen. Daher veranstaltet das Ortsmarketing Raesfeld in Zusammenarbeit mit diesen Garteneigentümern zum neunten Mal die Raesfelder Gartentage und öffnen wieder acht ausgewählte Privatgärten für alle Natur- und Gartenfreunde. Die Gartenpforten öffnen sich am kommenden Wochenende.

Samstag und Sonntag 23.-24.06.2018, wieder traditionell von 11-18 Uhr

Dank des warmen Frühjahrs zeigt sich die bunte Vielfalt der Natur derzeit in voller Pracht in den grünen Oasen. Blumenbeete sind prall gefüllt mit Stauden, Rosen, Gemüse, Kräutern, einjährigen Sommerblumen und anderen Gehölzen.

Vom kleinen Gartenparadies auf begrenztem Raum bis hin zu parkähnlichen Gartenanlagen zeigen sich die Gärten von ihren unterschiedlichsten Seiten. In den ideenreich gestalteten Gärten bieten sich für die Besucher zahlreiche Anregungen und Ideen zur Erfüllung ganz persönlicher Gartenträume. Pflegetipps und Ratschläge zu Garten- und Pflanzenfragen werden an diesen Tagen immer gerne ausgetauscht.

Folgende Privatgärten sind in der Zeit von 11-18 Uhr geöffnet. Einige Gärten haben nur am Sonntag geöffnet.

Am Sa. 23.06.2018 sind geöffnet:

Baumeister, Ährenfeld 13, 46348 Raesfeld

Paus, Am Voshövel 4, 46514 Schermbeck

Wüstemeier, Am Frankenhof 45, 46514 Schermbeck

Palmengarten Herden, Waldweg 34, 46514 Schermbeck

Am So. 24.06.2018 sind geöffnet:

Seggewiß, Im Rott 16, 46348 Raesfeld

Eißing, Zum Osterkamp 15, 46348 Raesfeld

Baumeister, Ährenfeld 13, 46348 Raesfeld

Hinzelmann, Dreckerhook 15, 46348 Raesfeld

Paus, Am Voshövel 4, 46514 Schermbeck

Paus, Feldmark 3, 46514 Schermbeck

Wüstemeier, Am Frankenhof 45, 46514 Schermbeck

Palmengarten Herden, Waldweg 34, 46514 Schermbeck

Nähere Informationen, wie Lageplan und Flyer, zu den Raesfelder Gartentagen erhalten alle Gartenfreunde auch im Internet unter

www.wir-sind-schermbeck.de/events

www.garten-seggewiss.de

www.gemeinde-raesfeld.de

Bauernmärkte Weihnachtliche Märkte und Events auf einen Blick -Der neue Veranstaltungskalender der Region Lippe-Issel-Niederrhein.

Die Sommerausgabe des Veranstaltungskalenders lockt mit Konzerten, Gourmetfesten, Bauernmärkten und vielen weiteren interessanten Events. Informieren Sie sich über die aktuellen Veranstaltungen in den Kommunen Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde und Wesel. Der Veranstaltungsflyer im handlichen Formt bietet eine Übersicht an ausgewählten Terminen, die in der Region im Zeitraum April 2018 bis Oktober 2018 stattfinden.
 
Den Veranstaltungskalender im Pdf-Format finden Sie hier:
Veranstaltungskalender Sommer 2018
 
Erste sechs Monate erfolgreich mit stabilen Besucherzahlen und vielen Angeboten

Stöckelwild hat ja schon eine große Auswahl an Frühlingsschuhen, bei Einfach Anders bekommen Damen und Herren aktuelle Mode und das kaputte Smartphone-Display können gleich zwei Anbieter reparieren – fünf Minuten Online-Bummel durch die virtuelle Schermbecker Einkaufszone, und schon bekommt man eine Ahnung, was man bisher noch nicht über das Warenangebot im Ort wusste. Ein besonderer Anlass zum Kennenlernen: Die Aktionswoche Hot Deals lockt vom 19. bis 24. März 2018 mit vielen Schnäppchen und tollen Angeboten von 70 Anbietern.

Das neue Shopping-Portal SCHERMBECK DEALS ist nun bald sechs Monate online. Das Angebot wächst beständig weiter. 2.000 Besucher monatlich belegen, dass SCHERMBECK DEALS einen guten Start hingelegt hat, 52.000 Seiten oder Produkte haben sie sich angesehen. „Mich haben schon viele Kunden angesprochen, dass sie meine Torten auf SCHERMBECK DEALS gesehen haben“, blickt Zuckerbäckerin Bianca Dickmann beim zweiten Anbietertreffen im Rathaus am Dienstagmittag auf die vergangenen Monate zurück. Auch viele andere Kaufleute stehen hinter dem Portal. „Ich finde die Aktion sehr gut“, sagt Anja Mettler. Als Goldschmiedin von Edel und Metall auf der Mittelstraße stehen ihre Angebote auch auf dem Portal. „Leider wissen noch zu wenig Kunden davon. Ich drücke ihnen immer die Info-Karten in die Hand.“ Ähnlich äußern sich viele Anbieter. Das Angebot sei groß, aber die Schermbecker wissen noch nicht, dass ihnen das Online-Schaufenster einen guten Überblick in ihrem Wohnort verschafft.

Wer an einem gemütlichen Abend oder an einem verregneten Wochenende Lust aufs Schnäppchen-Jagen bekommt, kann nun vom Sofa aus Hunderte Angebote, Produkte und Dienstleistungen einsehen – alles ausschließlich von Schermbecker Anbietern. Auch Angebote, die den alltäglichen Bedarf des Privathaushalts weit überschreiten: den Verleih von Hebebühnen beispielsweise, die Traumreise mit dem Schiff über das Schermbecker Reisebüro I MoreCruises.de oder das Angebot, die Traumimmobilie in Schermbeck nach individuellen Kriterien für sich suchen zu lassen. Und dann steht es dem virtuellen Besucher frei: Greife ich zum Telefon, kontaktiere ich den Anbieter per Email oder besuche ich das Ladengeschäft während der nächsten Öffnungszeit? Alle Händler sind mit den entsprechenden Angaben, Logo und Link zur Internetseite vertreten. Über das Kontaktformular kann man sich das Angebot auch zurücklegen lassen und einen Abholtermin vereinbaren. Und der Kauf erfolgt nach wie vor an Ort und Stelle, persönlich im Geschäft. Das digitale Zeitalter hat hier noch einen menschlichen Anstrich, ein echtes Gegenüber.

„Unser Ziel ist es, Kunden in die Geschäfte zu locken, damit sie dann noch das eine oder andere Produkte zusätzlich mitnehmen und in den Ladenlokalen rechts und links auch vorbeischauen,“ sagt Jens Ostermann-Schelleckes, 1. Vorsitzender des Gemeindemarketingvereins Wir sind Schermbeck. „Wir haben diese Aktion gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Schermbeck und der Gemeinde Schermbeck gestartet, um Kaufkraft im Ort zu halten.“ Das Angebot stehe jetzt, nun müssten es nur noch alle erfahren, so Ostermann-Schelleckes. „Und dafür müssen sich jetzt alle ordentlich ins Zeug legen.“

Die einhellige Meinung in der anwesenden Kaufmannschaft: Wir müssen das Bewusstsein dafür wecken, dass Geschäfte und Dienstleistungen einen Ort lebenswert erhalten. Und nur wer in der Heimat einkauft, bewahrt ein solch breites Angebot. Wenn alle mitziehen, ist das Portal SCHERMBECK DEALS ein wichtiger Schritt, die Gemeinschaft der Kaufleute zu stärken und gleichzeitig Kunden das Warenangebot in Schermbeck nahezubringen. Die Frühlingsaktionswoche ist noch mal ein aktueller Anlass, das Angebot in Augenschein zu nehmen.  

Weitere Infos und detaillierte Zahlen erhalten Sie bei Rainer Schmidt, Vorstand Wir sind Schermbeck Gemeindemarketing e.V. Tel. 02853-6043106
 

Radfahren, Wandern und Reiten – verirren fast unmöglich

Zum baldigen Saisonstart ist die Neuauflage der Radwanderkarte des Kreises Wesel soeben erschienen. Erhältlich sind bei uns auch die Kreisradwanderkarten Borken, Coesfeld und Recklinghausen, alle im Maßstab von 1:50.000. Weiterhin diverse Themenroutenkarten (Römer-Lippe-Route, Niederrheinroute), Themenkarten zum Naturpark Hohe Mark und zum Ruhrgebiet. Außerdem 3 Wanderkarten, die gesamtheitlich den Kreis Wesel abbilden und die Reittipp Karte Naturpark Hohe Mark West. Die Preise variieren je nach Karte zwischen 2,30 – 14,95 Euro pro Stück.
Im Foto die Neuauflage der Radkarte Kreis Wesel. Postkarten aus Schermbeck und Gemeindewappen als Aufkleber sind ebenfalls zu erwerben. Sollte ein Produkt vergriffen sein, bestellen wir zeitnah für Sie nach. Sie erreichen uns in der Regel zu den Öffnungszeiten der Gemeinde Schermbeck und erhalten einen Teil des Materials auch im Eingangsbereich der Gemeinde bzw. im Bürgerbüro. Weiterhin halten wir ausführliche kostenfreie Informationen rund um die Themen Radwandern, Wandern, Reiten, Gastronomie, Sehenswür-digkeiten und Gartenbesichtigungen in unserer Gemeinde und Umgebung (besonders Niederrhein und Münsterland) für Sie bereit.
 
Interessierte beraten wir gerne persönlich – Terminvereinbarung: Telefon 02853 910-202.
 
SCHERMBECK DEALS
Pünktlich seit 1. November um Mitternacht können potentielle Kunden mit dem Online-Bummel beginnen. Rund um die Uhr und auch am Wochenende können nun von A wie Auto bis Z wie Zeitmesser verschiedene Produkte unter die Lupe genommen werden – bequem vom Sofa aus. Und das geht ganz unverbindlich. Über das Portal kommt kein Kaufvertrag zustande. Nutzer können mit einem Klick ein Angebot reservieren oder Kontakt zum Händler aufnehmen. Der persönliche Besuch im Geschäft oder in der Gastwirtschaft steht nach wie vor im Vordergrund.
Erfahren, was Schermbeck zu bieten hat – diese Möglichkeit wollten die Gemeinde Schermbeck, die Werbegemeinschaft Schermbeck und der Gemeindemarketingverein Wir sind Schermbeck e.V. mit dem neuen Shoppingportal eröffnen. Wenn man manches Geschäft bislang noch gar nicht wahrgenommen hat, dann ändern bebilderte Inserate das nun auf einen Blick: Die gesamte Bandbreite unseres aktiven und durchaus innovativen Wohnortes und Lebensmittelpunkts bekommt eine Plattform. Zugleich macht das virtuelle Schaufenster der Kernkompetenz der Geschäftsleute in Schermbeck keine Konkurrenz: dem Service und der persönlichen Beratung vor Ort. Das Portal ist einfach zu bedienen und sowohl das Inserieren eines Produkts als auch die Reservierung durch den Kunden ist denkbar einfach.
Kunden können nicht nur in Produktangeboten stöbern oder nach Schnäppchen suchen. Jedes teilnehmende Unternehmen hat die Möglichkeit, das eigene Geschäft in einem übersichtlichen Profil darzustellen, die Öffnungszeiten anzugeben und eine einfache Kontaktmöglichkeit anzubieten. Schermbeck Deals ist also eine neue Brücke vom Anbieter zum Kunden, und das Besondere: Kaufkraft bleibt im Ort und Wege werden verkürzt, der Einkauf dadurch nachhaltiger.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Jens Ostermann-Schelleckes oder Rainer Schmidt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Das Schermbecker Blutspende-Betreuungsteam des Deutschen Roten Kreuzes lädt die Schermbecker Bürger zu unseren Blutspendeterminen herzlich ein:
 
8. Februar 2018, 15:00 Uhr
24. Mai 2018, 15:00 Uhr
30. August 2018, 15:00 Uhr
29. November 2018, 15:00 Uhr
 
Die Blutspende findet jeweils von 15.00 bis 19.30 Uhr im Evangelischen Jugendheim, Kempkesstege 2, in Schermbeck statt.
Wir freuen uns auf viele Spender, insbesondere auch "Neuspender".

Deutsches Rotes Kreuz
Evangl. Jugendheim, Kempkesstege 2, Schermbeck
Telefon 02853 954292

 
Pfarrer i. R. Wolfgang Bornebusch hat sich vorgenommen, Flüchtlinge, die es hierher nach Schermbeck verschlagen hat, zu interviewen und ihre Fluchtgeschichten festzuhalten. Ihre Veröffentlichung soll dazu beitragen, ein wenig mehr darüber zu erfahren, was für Menschen mit was für Geschichten und Problemen zu uns kommen und nun mit uns leben. Diesmal geht es um Hussein Al-Jaboori und seine Familie.
 
Nach einer längeren Pause will ich mich wieder den Geschichten der unter uns lebenden Flüchtlingen zuwenden. Diesmal bekomme ich es mit Hussein Al-Jaboori zu tun. Er ist 31 Jahre alt, kommt aus dem Irak und ist das Jüngste von insgesamt 15 Geschwistern. Sieben Schwestern hat er und genau soviel Brüder. Einer der älteren Brüder hatte zu Zeiten Saddam Husseins den Diktator öffentlich kritisiert. Dies blieb nicht ohne Folgen. Er musste fliehen. Zunächst setzte er sich nach Saudiarabien ab. Heute lebt er mit seiner Familie in den USA.
 
Hussein wuchs auf auf einem Bauernhof mit 10 Kühen, zu klein als dass die Familie von dem Ertrag, den sie damit erwirtschaften konnte, hätte leben können. So betrieb man nebenher einen offenbar erfolgreichen Handel mit Diesel-Kraftstoff. Hussein bezeichnet seine Familie als durchaus wohlhabend.
 
Der Bauernhof der Familie liegt im südlichen Irak, in Faw, einem kleinen Dorf, etwa 110 km entfernt von der großstädtischen Metropole Basra. Um ihre Geschäfte zu machen, fuhren die Al-Jabooris ziemlich regelmäßig nach Basra, auch Hussein. Das blieb nicht verborgen – auch nicht der irakischen Mafia. So geschah es, dass man Hussein mit seinem Wagen auf dem Rückweg von Basra nach Faw anhielt und ihn kidnappte. 15 Tage hielt ihn die Mafia gefangen – bis die Familie mit den Erpressern handelseinig geworden war. 70.000,00 Dollar hatten sie von der Familie für die Freilassung von Hussein verlangt. Mit 50.000,00 Dollar waren sie schließlich zufrieden.
 
Die Zeit im Gewahrsam der Mafia, das wird im Gespräch sehr deutlich, hat Hussein nachhaltig traumatisiert. Man behandelte ihn, so erzählt er, auf äußerst demütigende und entwürdigende Weise. Hussein kann über manches, was ihm da widerfuhr, kaum sprechen, kann es nur andeuten. Immer wieder wurde er brutal geschlagen und malträtiert. Eine seiner Hände brach man ihm, so verstehe ich. Mit einer Kalaschnikow stieß man ihn wiederholt mit einer solchen Wucht in den Rücken, dass er heute noch an den Folgen leidet.

Wieder in Freiheit und doch gefangen
Wieder in Freiheit, wieder zuhause bei der Familie, verließ er nicht mehr das Haus. Zu sehr war er besetzt von der Angst, dass sich die Mafia wieder seiner bemächtigen würde. Er konnte in Folge dessen seiner Arbeit nicht mehr nachgehen, seine sozialen Kontakt nur sehr eingeschränkt noch aufrecht erhalten. Er war ein Gefangener in den eigenen vier Wänden.
 
Alles dies ereignete sich im Jahre 2012. Da beschloss er denn auch, den Irak zu verlassen, um ein neues, unbedrohtes, angstfreieres Leben beginnen zu können. Sein Ziel war die Türkei. Von Basra flog er über Istanbul nach Ankara, wo er erst einmal blieb – unterstützt von seiner Familie. Nur etliche Monate später aber – wir schreiben das Jahr 2013 – erkrankte seine Mutter schwer. So beschloss er, nach Hause zurückzukehren, um bei der Pflege und Betreuung der Mutter behilflich sein zu können. Und wieder durchlebte er eine Zeit, in der er ein Gefangener im eigenen Hause war.
 
Endgültige Flucht aus der Heimat
Als die Mutter nach gut vier Monaten starb, verließ Hussein den Irak endgültig. Diesmal war das Ziel von Anfang an Deutschland, weil ein guter Freund von ihm – er lebt heute in Stuttgart – bereits einige Monate zuvor dorthin geflohen war. Die Reise, die er nun antrat, war lang und sicherlich auch beschwerlich, aber anscheinend ziemlich undramatisch, jedenfalls frei irgendwelchen lebensbedrohlichen Situation. 3000,00 Dollar, so sagt er, musste die Familie für diese Reise aufbringen.
 
Von Basra flog er zunächst nach Erbil, eine Stadt im vom Kurden beherrschten Teil des Iraks. Von dort fuhr er mit dem Bus, die Grenze zur Türkei querend, über Ankara nach Izmir. Von Izmir setzte er mit einem Boot über nach Mythilene auf Lesbos, von wo es kurze Zeit später mit der Fähre weiter ging nach Athen. Von dort führte ihn der Weg quer durch Griechenland nach Makedonien. Die weiteren Stationen waren Serbien, Kroatien, Ungarn, Österreich und schließlich Deutschland. Mal war er mit dem Bus unterwegs, mal mit der Bahn.
 
Odysee durch Deutschland
Registriert wurde Hussein, so habe ich ihn verstanden, bei keiner seiner Grenzüberschreitungen, auch nicht beim Überschreiten der Grenze nach Deutschland. So bewegte er sich zunächst einmal völlig frei in unserem Lande. Zunächst kam er nach Hannover, wo er erfuhr, dass die Flüchtlingslager völlig überfüllt seien. So zog er weiter nach Hamburg. Von dort nach Stuttgart, wo er seinen irakischen Freund besuchte. Dieser riet ihm, es in Bremen zu versuchen. Auf der Fahrt von Stuttgart nach Bremen stieg er in einen ICE. Er hatte aber nur ein Ticket für den Regionalverkehr. So wurde ein Kontrolleur der Deutschen Bundesbahn auf ihn aufmerksam. Dieser übergab ihn in Bremen der Polizei, die ihn an die Ausländerbehörde weiterreichte. Hier nahm man ihm alle Fingerabdrücke ab. Hier wurde er nun endlich registriert – und wiederum weitergereicht: zunächst nach Bielefeld, dann nach Oer-Erkenschwick, und schließlich nach Schermbeck. Hier kam er im Oktober 2015 an.

Bereits zwei Jahre in Schermbeck
Zwei Jahre lebt Hussein also inzwischen in Schermbeck. Ich treffe ihn im ehemaligen Ecco-Hotel, wo auch die mit der Flüchtlingsarbeit betraute Caritas seit einiger Zeit ihr Quartier bezogen hat. Seinen Deutschkurs hat er bereits absolviert. Er hat auch schon – mit Erlaubnis der Ausländerbehörde - Arbeit gefunden. Auf einem Bauernhof. Da ist er für das Kühemelken zuständig. Damit kennt er sich ja von zuhause her aus. Hussein will nicht ausschließlich von der Großzügigkeit des deutschen Staates leben.
 
Hussein und die Anstreichertruppe (v. L.): Ali Altay, Hussein Jaboori (ganz hinten), Ilman Gazimaev, Sabine Walczak (Mitarbeiterin der Caritas / kniend), Riza Rizai und Gabi Roring (ehrenamtliche Mitarbeiterin)
 
Hussein steckt noch mitten im Asylverfahren, erfahre ich. Er hat den Status der „Duldung“. Ungeduldig wartet und hofft er auf seine Anerkennung. Die Ungewissheit, wie es mit ihm weitergeht, empfindet er als sehr belastend.Er möchte wieder eine Perspektive für sein Leben haben.
 
Ich erlebe meinen Gesprächspartner als sehr freundlich, zugewandt und offen – offen auch für den, der anders ist als er. Als ich ihn nach seinem religiösen Hintergrund befrage, antwortet er mir: „Ich bin Muslim, Shiit. Aber ich mag auch die Sunniten – und auch die Christen.“ Hussein will und kann es nicht verstehen, dass sich Menschen wegen ihrer unterschiedlichen Religionszugehörigkeit streiten oder gar bekriegen.
 

Hussein Jaboori (2. Reihe / 3. von links) beim Schermbecker Soccer Turnier 2016
 
Die MitarbeiterInnen der Caritas, die mir den Kontakt zu Hussein vermittelt haben, sind voll des Lobes für Hussein. Sie beschreiben ihn als ehrlich, hilfsbereit und engagiert. Er arbeitet mit beim „Café international“ im Pfadfinderheim. Die ehrenamtlichen Helfer dort hat er bereits eingeladen und bekocht. Stolz zeigt er mir ein Foto von seinem Lammgericht, das er für sie zubereitet hat. Gerade ist er dabei, der Caritas unter die Arme zu greifen: er hilft beim Anstreichen des Empfangsraums im Ecco-Hotel. Auch sportlich ist Hussein unterwegs: Er spielt mit in der 3. Fußball-Herrenmannschaft des SV Schermbeck. Wäre der Wille, sich zu zu integrieren, das einzige Kriterium, um seine Anerkennung als Asylsuchender zu bekommen, könnte man ihm diese, so scheint mir, kaum verweigern.
Wolfgang Bornebusch, Pfarrer i. R.
NRZ, Johannes Kruck 21.09.2017
 
Schermbeck. Gemeinde, Marketingverein „Wir sind Schermbeck“ und Werbegemeinschaft entwickelten eine Internet-Plattform, die den Einzelhandel stärken soll.

„Es bildet sich ein neuer Marktplatz“, erklärte Jens Ostermann-Schelleckes, Vorsitzender des Gemeinde-Marketingvereins „Wir sind Schermbeck“ am Donnerstag bei der Präsentation der neuen Online-Plattform „Schermbeck Deals“, mit der Kunden in die Schermbecker Geschäfte geleitet werden sollen.
Die Gemeindeverwaltung hat gemeinsam mit „Wir sind Schermbeck“ sowie der Werbegemeinschaft das Projekt entwickelt. Bürgermeister Mike Rexforth freute sich über das offensichtlich große Interesse der Kaufleute an dem Thema: „Es gab noch nie eine so große Resonanz mit einem neuen Projekt.“
55 Geschäftsleute hatten sich angemeldet, um mehr über das Online-Portal zu erfahren.
Der Bürgermeister machte keinen Hehl daraus, dass ihm sehr daran gelegen ist, dass „Schermbeck Deals“ ein Erfolg wird: „Schließlich möchten wir als Gemeinde ja, dass die Kunden in Schermbeck einkaufen und die Steuern hier bei uns bleiben.“

Wie Rexforth ausführte, habe Schermbeck die zweithöchste Kaufkraft im Kreis Wesel. „Wir wollen mit dem neuen Projekt den Kunden zeigen, welche Dienstleistungen und Produkte es vor Ort gibt.“
Wie Ostermann-Schelleckes erläuterte, sei das Thema „Online-Handel“ für viele Geschäftsleute „ein bisschen heikel“, manche sehen es gar „als Bedrohung“ an. Es gehe mit der Internet-Seite „Schermbeck Deals“ deshalb aber gerade wegen der Online-Konkurrenz darum, Schermbecker Angebote bekannter zu machen.

Und so läuft „Schermbeck Deals“, wenn die Seite ab dem 1. November online geht: Jeder registrierte Händler, Dienstleister oder Gastronom aus Schermbeck kann dort seine Angebote einstellen.
 
Zur Demonstration vier Schnittchen eingestellt
Wie einfach das geht, zeigte Michael Leisten von der Gemeindeverwaltung, als er – zur Demonstration – in Sekundenschnelle übers sein Smartphone vor ihm auf dem Tisch liegende Schnittchen ins Portal einstellte – samt Foto und Beschreibung.
Vermutlich werden ab dem 1. November aber keine Schnittchen, sondern hunderte Angebote dort zu finden sein, die Kunden in die Schermbecker Geschäfte locken. Per Suchfunktion kann man leicht die Produkte finden und per Klick reservieren, ohne es direkt zu kaufen. „Ziel ist es, die Interessenten in die Läden zu bekommen. Dort erhalten sie dann individuelle Beratung – und kaufen vielleicht sogar noch weitere Produkte“, so Rexforth.
Über ein Info-Feld kann der Kaufinteressierte gleich eine Nachricht übermitteln. „So könnte man ja direkt klären, ob ich ihm das Produkt bringe“, ergänzte eine Geschäftsfrau.

Rainer Schmidt hat „Schermbeck Deals“ entwickelt.
Entwickelt hat die Plattform Designer Rainer Schmidt. Foto: Markus Weissenfels
 
Dank einer Anschubfinanzierung in vierstelliger Höhe werden die Firmen ihre Angebote ein halbes Jahr lang kostenlos einstellen dürfen – später soll die Gebühr etwa 15 Euro monatlich betragen.
Dies fanden die Schermbecker Geschäftsleute sehr günstig und äußerten sich sehr angetan von dieser neuen Vermarktungsidee.
 
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