Sonntag, 24. September 2017

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Aktuelle Themen (37)

 

Schermbeck vor Augen und Schermbeck im Ohr – bei einem Besuch in unserer schönen Gemeinde oder bei einem Spaziergang als Einwohner durch die eigenen Straßen können Sie jetzt mehr über unser kleines Dorf zwischen Rheinland und Westfalen erfahren. Smartphone raus und Ohren auf. Über Schilder mit QR-Code im Straßenbild können Sie sich eine Audiodatei direkt von Ihrem Telefon abspielen lassen. Mit historischen Gebäuden vor Augen oder einem Blick in die Landschaft erfahren Sie, was sich hinter den geschichtsträchtigen Fassaden verbirgt.
Probieren Sie es aus!
 
„Der liebe Gott ist ein Schermbecker“, stellte Bürgermeister Mike Rexforth am Sonntagmorgen auf dem Rathausvorplatz fest, als pünktlich zum Saisonstart für die Genussroute „Schermbeck.Rundum“ die Sonne sich einen Weg durch die Wolkendecke bahnte und ihre wärmenden Strahlen auf die wartenden Radler schickte.
 
Die Werbetrommel, die der Vorstand des Gemeindemarketingvereins „Wir sind Schermbeck“ gerührt hatte, verfehlte ihre Wirkung nicht. Schon eine halbe Stunde vor dem verabredeten Zeitpunkt kamen Radler aus allen Schermbecker Ortsteilen und sogar Hünxer, Dorstener, Raesfelder und Brüner, um sich mit Informationsmaterialien zu versorgen. Wer ein 140 Seiten umfassendes Begleitbuch erwarb, bekam die Faltkarte „Wandern und Radfahren in Schermbeck“ gratis dazu. Die an den Rädern befestigten Luftballons verwandelten den Rathausplatz in ein farbiges Mosaik.
Besondere Attraktionen
Verlosung
„Ich bin immer wieder begeistert, was es in Schermbeck doch alles zu sehen gibt“, schwärmte Jens Ostermann-Schelleckes als Vorsitzender des Gemeindemarketingvereins „Wir sind Schermbeck“ in seiner Begrüßungsrede und verwies auf besondere Attraktionen während der diesjährigen Rundfahrt. Viel Lob gab es von Bürgermeister Rexforth für die ehrenamtlichen Organisatoren, bevor er die neue gemeindliche Tourismusfachwirtin Birgit Lensing vorstellte. Wer eine Postkarte mit seinem Absender und seiner E-Mail-Adresse versah, bekommt nicht nur künftig den „Wir sind Schermbeck“-Newsletter zugemailt, sondern nahm auch an einer Verlosung teil.
Drei Touren
„Wir sind Schermbeck“-Vorstandsmitglieder übernahmen die Leitung der auf drei Teilstrecken radelnden Besucher. Die größte Gruppe folgte – in diesem Jahr in umgekehrter Fahrtrichtung - der 30 Kilometer langen Strecke „Rund um den Teufelsstein“. Gut frequentiert war auch die Route 1 (Göhlze Tour). Die 17 Kilometer lange Tour führte vom Rathaus durch den Gahlener Ortskern nach Besten. Die Teilnehmer der Route 3 (Över Uefte) fuhren nordwärts in Richtung Gemeindegrenze zu Raesfeld. Sie kamen an den Angelteichen Schoel ebenso vorbei wie am heiligen Nikolaus von Flüe und lernten danach ausführlich die Uefter Mark kennen.
Dorstener Zeitung, 11.04.2016 von Helmut Scheffler
23.3.2016. Gahlen (geg). Wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne die Menschen nach draußen lockt, holen viele Menschen auch ihr Fahrrad aus dem Keller hervor.
Für alle, die ohne eigenes Gefährt anreisen, bietet die Niederrhein Tourismus GmbH eine Flotte von Leihfahrrädern an.
Etwa 1.000 der apfelgrünen "Gazellen" sind auf mehr als 50 Verleihstationen verteilt, denn die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten für bequeme oder anspruchsvolle Touren.
Auch das Hotel „Zur Mühle" gehört zu den Standorten der Niederrheinräder. Thorsten Benninghoff hat seit dem Jahr 2011, 12 dieser apfelgrünen „Gazellen" mit eigentlich unkaputtbaren Reifen, einer bedienungsfreundlichen Sieben-Gang-Schaltung, Rücktrittbremse, tiefem Einstieg, stabilem Gepäckträger und komfortablem Gel-Sattel im „Stall". Sie warten jetzt darauf ins Grüne gefahren zu werden. „Die Räder rollen super", hat Benninghoff festgestellt.
Auf der Suche nach Strecken, die leicht befahrbar und gleichzeitig abwechslungsreich sind, finden Pedalritter in Schermbeck beste Voraussetzungen.
Thorsten Benninghoff hat auch Kartenmaterial zur Hand. Natürlich gehört auch „Schermbeck-rundum" dazu. Aber oftmals sind die Gäste auch mit Apps ausgestattet und benötigen gar kein Kartenmaterial mehr. Viele gut markierte Wege führen Besucher durch die grüne Region, gleich mehrere Routen führen durch Gahlen.
Aber auch Gäste, die den Moovie Park besuchen, nutzen gern die Gelegenheit nebenher mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden. Und wenns dann doch mal einen Platten gibt? „Das hatten wir erst einmal, die Gäste sind durch Scherben gefahren, dann haben wir das Rad ausgetauscht", so Thorsten Benninghoff.
Viele der Radnutzer kommen aus der näheren Umgebung, haben keine Lust die eigenen Räder zu transportieren. Angesteuert wird gern der Dämmerwald aber auch Richtung Kirchhellen fahren die Radler, habe Benninghoff festgestellt.
Besorgen kann er auf Wunsch auch E-Bikes. Es empfehle sich aber eine Vorbestellung für alle Räder,  besonders vor den Maifeiertagen.
Und wer am 10.4. gerne die Eröffnungstour von „Schermbeck-rundum" mitfahren möchte, aber kein geeignetes Rad hat, einfach bei „Mölder" anrufen Tel. 02853/918400 und eines vorbestellen.
Quelle: Schermbeck-Grenzenlos, Gaby Eggert
Schermbeck (hs) „Der Winterschlaf ist vorbei, für Wanderer und Radfahrer beginnt die neue Saison“, stellte Vorsitzender Jens Ostermann-Schelleckes gestern bei der Pressekonferenz des Gemeindemarketingvereins „Wir sind Schermbeck“ fest.
Im Hotel-Restaurant „Haus Mühlenbrock“ erläuterten die Vorstandsmitglieder Neuerungen der im Juni 2015 eröffneten Genussroute SCHERMBECK.RUNDUM. Änderungen mussten in zwei der drei Teilrouten der Genussroute vorgenommen werden, weil die Familie Mühlenbrock das Restaurant „Hohes Ufer“ in der Teilroute „Göhlzen Tour“ aufgab und seit Februar das ehemalige „Haus Hecheltjen“ als „Haus Mühlenbrock“ wieder eröffnete und deshalb in die Teilroute „Rund um den Teufelsstein“ aufgenommen wurde.
Die beiden genannten Routen und die Teilroute „Over Uefte“ können  im Rahmen der Eröffnungstour am 10. April unter sachkundiger Führung einzelner „Wir sind Schermbeck“-Vorstandsmitglieder befahren werden. Die Teilnehmer treffen sich um 10.30 Uhr am Rathaus. Auf allen drei Teilstrecken werden Tages-Highlights angeboten. Das Dammer Turmmuseum ist ebenso geöffnet wie das Heimatmuseum Sondermann an der Marienthaler Straße und das Heimatmuseum in der Steintorstraße. Einige Gaststätten locken mit besonderen kulinarischen Genüssen. Im Altschermbecker „Selecao“ wird die Chance geboten, das Fußball-Derby Schalke-Dortmund während des Grillens anzuschauen.
Die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke erhalten bis zum 10. April Schilder mit QR-Codes als zusätzliche Informationsquelle. Wer sich auf sein Smartphone einen kostenlosen QR-Scanner lädt, kann unterwegs anhand der QR-Codes mehr über die jeweiligen Bauwerke oder Sehenswürdigkeiten erfahren. „Wir wollen all das erhellen, was man sonst nicht sieht“, erläutert Jens Ostermann-Schelleckes die Zielsetzung der Schilder. Auf der neuen Route durch den Ortskern kann man außerdem neuerdings auf 15 Hörstationen zugreifen. Vorstandsmitglied Dr. Jana Magdanz und der Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Hans Zelle haben bis 90 Sekunden dauernde Informationsblöcke gesprochen, die man auch im Internet unter www.schermbeck-rundum.de/historischer-rundweg-hoerstationen abrufen kann. Nach und nach sollen weitere Hörstationen entstehen.
Wer nicht auf digitale Medien zurückgreifen kann oder möchte, hat auch die Möglichkeit, zur Saisoneröffnung im Rathaus, in den Banken und in den Partner-Gastronomiebetrieben eine Begleitbroschüre und Radwanderkarte zum Preis von drei Euro zu erwerben.
In der Begleitbroschüre findet der Leser auch eine Seite für Stempelabdrucke von Gastronomiebetrieben.  Unter allen Tour-Bezwingern, die eine vollständige Stempelkarte bei der Tourismusförderin Birgit Lensing im Rathaus abgeben, verlost der Verein „Wir sind Schermbeck“ drei Gutscheine, die in den Gastronomiebetrieben eingelöst werden können.
Rainer Schmidt und Michael Leisten haben die Homepage des Vereins gründlich überarbeitet und aktualisiert.  Auf der Startseite gelangt man direkt zu einem Veranstaltungskalender, der monatlich wächst, weil immer mehr Vereine ihre Termine melden. Von der Startseite aus kann man neuerdings auch alle 60 Sehenswürdigkeiten der Genussroute SCHERMBECK.RUNDUM erreichen. Um die Seite attraktiver zu gestalten, wurden Berichte zu aktuellen Themen aufgenommen.
Die Bemühungen, den Schermbecker Tourismus zu fördern, wirken sich inzwischen sehr positiv auf die Belegung der Übernachtungsbetriebe aus. Wie der gemeindliche Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch gestern mitteilte, hat sich die Zahl der Übernachtungen in den letzten zehn Jahren verdoppelt.
Bericht und RP-Foto: Helmut Scheffler, 19.03.2016
 
Der Frühling liegt schon in der Luft rund um unsere schöne Gemeinde. Und die ersten vorwitzigen Krokusse und Narzissen locken uns nach draußen, auf die Fahrradsättel oder in die Wanderschuhe. Zeit, unsere Genussroute SCHERMBECK.RUNDUM für diese Freiluftsaison zu eröffnen. Wir, der Verein Wir sind Schermbeck e.V., möchten gemeinsam mit Ihnen und euch durch Wiesen, Felder und Bauernschaften radeln und laden herzlich ein, dabei zu sein:
 
Große Saison-Eröffnungsradtour auf SCHERMBECK.RUNDUM
Sonntag, 10. April 2016
10.30 Uhr
Treffpunkt am Rathaus

Wir möchten um 11 Uhr in alle Himmelsrichtungen losfahren, gemeinsam bislang unbemerkte Blickwinkel auf unsere schöne Gemeinde entdecken, plaudern, die Natur genießen und zusammen möglichst oft einkehren, denn über 25 Gastronomie-Betriebe liegen am Weg und locken mit besonderen Leckerbissen und Aktionen.

Schermbeck Die geplante Gasleitung „ZEELINK“ wird auch den Raum zwischen Wesel, Schermbeck und Raesfeld berühren. Für die Bewohner dieses Raumes gab es am Donnerstagabend im Schermbecker „Ramirez“ eine zweistündige Informationsveranstaltung, an der sich etwa 80 Bürger aus Schermbeck und seinen Nachbarkommunen beteiligten.

   Bislang kommt Erdgas in zwei unterschiedlichen Formen zum Einsatz. L-Gas besitzt einen niedrigen Methangehalt, H-Gas einem höheren Methangehalt. Bis 2030 wird die Förderung von L-Gas um 90 Prozent sinken. Um die Endgeräte bei Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden mit H-Gas beliefern zu können, müssen neue Leitungen verlegt werden. Die ZEELINK-Fernleitung ist ein Teil des zu ergänzenden Leitungsnetzes. Verantwortlich für die Planung und den Bau des ZEELINK-Projktes ist die Firma „Open Grid Europe GmbH“. Die Firma investiert für das Projekt ZEELINK rund 600 Millionen Euro und schließt dabei das deutsche Erdgasnetz und das LNG-Terminal in Zeebrügge an. Es ist eines der wichtigsten Projekte im Nationalen Entwicklungsplan (NEP) Gas 2015.

   Details der Planungen stellten Projektleiter Franz-Josef Kißing und der Mitarbeiter Eugen Ott im Ramirez vor. „ZEELINK nimmt nicht den kürzesten, sondern den sinnvollsten Weg durchs Land“, stellte Kissing fest. Ein solche Trasse müsse technisch realisierbar, umweltschonend und genehmigungsfähig sein. Auf der Basis von Geodaten und Begehungen wurden ein zentraler Korridor für den Trassenverlauf und Alternativen für diesen Korridor festgelegt.

   Auf dem Weg von Aachen nach Legden in Westfalen führt die spätere Leitung auf einer Länge von 215 Kilometern durch NRW. Den Kreis Wesel berührt die Leitungstrasse zwischen Kamp-Lintfort und Schermbeck. Als Diskussionsgrundlage wurden ein „günstigster Korridor“ für die Leitungstrasse und einige Alternativen festgelegt. Der günstigste Korridor kommt von Kamp-Litfort, quert den Rhein nördlich von Rheinberg, führt über Voerde und Hünxe durch Drevenack und nördlich des Dämmerwaldes nach Raesfeld auf westfälischen Boden (siehe dunkelgelbe Linie auf der Karte). Die südliche alternative (hellgelbe Linie) führt von Kamp-Lintfort südlich an Rheinberg vorbei, durch Dinslaken und dann auf direkten Weg durch Gartrop und Damm nach Uefte und dann weiter nach Reken. Die nördliche Alternative führt linksrheinisch von Kamp-Lintfort nach Xanten, von dort südlich an Hamminkeln vorbei in Richtung Borken. Diese Trasse würde Schermbeck nicht berühren.

   Keine Trasse ist bislang von irgendeiner Behörde oder Kommune gebilligt worden, weil das Raumordnungsverfahren erst im Frühjahr 2016 beginnt. Für die Bewertung des Kreis Weseler Trassenteiles ist die Bezirksregierung in Münster zuständig. Im Rahmen dieses Verfahrens wird die Raumverträglichkeit geprüft. Die zuständigen Behörden, die berührten Kommunen und die Träger öffentlicher Belange können das Projekt bewerten. Die Vertreter der Firma Open Grid Europe gehen davon aus, dass im Herbst 2016 die Ergebnisse dieser Beteiligungen ebenso vorgestellt werden können wie ein wesentlich exakterer Verlauf der endgültigen Trasse.

   Die Firma rechnet damit, dass mit dem anschließenden Planfeststellungsverfahren Mitte 2017 begonnen werden kann und dass die Bagger frühestens 2019 mit der Arbeit beginnen können. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für den 31. März 2021 geplant.

     Sobald die Trasse festliegt, werden konkrete Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern und Bewirtschaftern geführt. Die Leitungstrasse für die 120 Zentimeter dicke Leitung wird zehn Meter breit sein und grundbuchlich gesichert werden. Die Bewirtschafter der Flächen werden für die Ernteausfälle während der Bauzeit entschädigt.

   Über das Projekt kann man sich auch über die website www.zeelink.de informieren. Seit November 2015 informiert ein Online Newsletter quartalsweise in fünf Rubriken über den aktuellen Projektstand Er kann kostenlos per E-Mail abonniert werden und ist unter www.zeelink.de jederzeit abrufbar. H.Sch.

 

Wer am vergangenen Wochenende die Touristikmesse in Kalkar besucht hat, konnte individuell gebackene Köstlichkeiten der Schermbecker Zuckerbäckerin genießen. Die Tourist-Information der Gemeinde war am 20. und 21.2.16 am Stand der Entwicklungsagentur Niederrhein / Kreis Wesel zu finden.

Mit an Bord waren weiterhin das Strommuseum aus Damm mit interessanten Exponaten und Kostproben. Der Schermbecker Heimatverein hatte Geschichte im Gepäck, das Metallkunstseminar für den Garten und die Radroute Schermbeck.Rundum wurden u.a. beworben. Druckfrische Themenflyer, der Veranstaltungskalender und Informationen der Region fanden guten Absatz. Bei ausgiebigen Gesprächen mit Besuchern vor Ort wurden gleich Vorschläge für den nächsten Ausflug diskutiert.
Schermbecker Kunstkalender und Bildbände fanden bei der Verlosung vor Ort neue Besitzer.
Angebote aus der Region und der weiteren Umgebung aus dem Bereich Tourismus, Camping und Freizeit lockten bei regnerischem Wetter viele Besucher auf die Messe. Getränke und Proben aus der Gastronomie der Region zeigten die kulinarische Vielfältigkeit des Niederrheins.
Haben Sie Fragen zu Ausflügen in die Region, sprechen Sie die Tourist-Information im Rathaus der Gemeinde Schermbeck an, Tel. 02853 910-202 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Johannes, Caesie, Stephan und Carol Mühlenbrock (v.l.) empfingen gestern zahlreiche Gäste im Haus Mühlenbrock (früher Hecheltjen). FOTO: NN
 
Bereicherung für den lokalen Tourismus. Gestern wurde das Hotel-Restaurant Haus Mühlenbrock eröffnet. Von Helmut Scheffler

Die Palette Schermbecker Gastronomiebetriebe ist seit gestern wieder etwas farbiger. Im Beisein zahlreicher Gäste wurde das ehemalige Haus Hecheltjen an der Weseler Straße nach einer umfangreichen Renovierung als Haus Mühlenbrock eröffnet. Neue Besitzer des traditionsreichen Hauses, das 2017 sein 125-jähriges Bestehen feiern kann, sind Stephan und Carol Mühlenbrock. Mit den Eltern Caesie und Johannes Mühlenbrock haben sie bislang das Gahlener Restaurant Hohes Ufer bewirtschaftet. Erfolgreiche Gastwirte, die ein neues Lokal suchten, und ein erfolgreich bewirtschaftetes Gebäude, das einen neuen Betreiber suchte: Das passte ausgezeichnet zueinander.
Zu den ersten Gratulanten gehörte gestern der stellvertretende Bürgermeister Michael Fastring. "Ich bin sicher, dass Sie erfolgreich sein werden", zeigte er sich überzeugt und erinnerte an die hervorragende Gastronomie, die von den Eltern bislang im Hohen Ufer präsentiert wurde. Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch bescheinigte der Familie Mühlenbrock, mit ihrem Betrieb "eine Bereicherung für den lokalen Tourismus" zu sein. Zugleich würde mit 17 Hotelbetten die häufig auftretende Bettenknappheit in Schermbeck ein wenig gemildert.
Ein Großteil jener Gerichte, die 40 Jahre lang im Hohen Ufer für Stammkunden sorgten, wird man auch auf der neuen Karte finden. Dazu gehören vor allem traditionelle westfälische und niederrheinische Gerichte. Das Angebot wird um solche Speisen erweitert, die von der Jungwirtin Carol Mühlenbrock aus Afrika, der Heimat ihrer Vorfahren, übernommen werden.
Da das Haus Mühlenbrock an mehreren Wanderwegen und Fahrradrouten liegt, wird an den Nachmittagen Kaffee und Kuchen angeboten. Ab sieben Uhr morgens können Gäste zum Frühstück kommen. Sonntags wird ein Frühstücksbüfett angeboten. In den Monaten Mai bis September wird mittwochs gegrillt.
Das Haus Mühlenbrock wird künftig auch wieder den Hotelbetrieb aufnehmen. Fünf Einzel- und sechs Doppelzimmer können ab April gebucht werden. Einige Zimmer werden ein afrikanisches Outfit erhalten, so dass Besucher gleich zwei Kulturkreisen begegnen. Drei gemütlich ausgestattete Gesellschaftsräume bieten 120 Personen Platz Hier können auch Kunstausstellungen präsentiert werden. Die Familie ist für jede Nutzungsidee offen und gerne bereit, Vereinen eine Heimat zu bieten. Der Stammtisch "Alte Säcke" kommt ab jetzt jeden Mittwoch. Der Schützenverein Bricht und braucht nun nicht mehr nach Damm auszuweichen. Die Gagu-Zwergenhilfe gehört schon bald ebenso zu den Stammgästen wie ein Knobel-Stammtisch und zwei Frauen-Stammtische.
Der Biergarten, den Familie Hecheltjen 2002 in Betrieb nahm, bietet 80 Personen Platz. Als Eltern zweier Kinder freuen sich Stephan und Carol Mühlenbrock, dass zum Außenbereich eine Spiellandschaft gehört. Zu Geschenken der Gäste gehörte gestern auch Biggi Mikas Schutzengel als Vorbote Pastor Klaus Honermanns, der zugesagt hat, bald das Haus einzusegnen.
Quelle: RP, 22.02.2016

Servicepunkt der Firma „Deutsche Glasfaser“ wurde am Samstag eröffnet

Schermbeck Am Eröffnungstag des Servicepunktes der Firma „Deutsche Glasfaser“ (DG) herrschte in der Mittelstraße 47 gegenüber der Volksbank Hochbetrieb. Projektleiter (Betrieb) René Fuchs und die beiden Shopleiterinnen Venja Bartsch und Andrea Nehling mussten jede Menge Fragen beantworten und zwischendurch Verträge mit den von der Glasfasertechnik beeindruckten Kunden ausfüllen.

   Zu zwei Themenkomplexen wurden besonders viele Fragen gestellt. Da man annehmen darf, dass in der breiten Leserschaft dieselben Fragen als wichtig erscheinen, haben wir René Fuchs gebeten, die Antworten zu den beiden Themenkomplexen zu bündeln.

       Erster Themenkomplex: Unter welchen Bedingungen kommt das Glasfasersignal von der Straße ins Haus und dort in die Nähe jenes Gerätes, das den Datentransport per Internet benötigt? Sobald der Glasfaserstrang in einer Straße verlegt worden ist, kann mit den Hausanschlüssen begonnen werden. Der Hausabzweig wird unterirdisch mit Hilfe eines Bohrspülverfahrens vom Bürgersteig bis zu jener Seite des Hauses geführt, die der Straße zugewandt ist. Durch die Hauswand wird ein fingerdickes Loch gebohrt, durch welches das Kabel geführt wird. Es endet jenseits der Wand im Keller oder in einem Versorgungsraum im Erdgeschoss an dem so genannten Hausübergabepunkt (HÜP). Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle ist ein DG-Techniker im Rahmen einer Hausbegehung behilflich.

   Bis zu dieser Stelle entstehen für den Kunden keinerlei Kosten. Auch bei der Weiterführung des Kabels innerhalb des Hauses entstehen keine Kosten, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt werden. Der so genannte Net-Terminal (NT) darf nicht weiter als 20 Meter vom HÜP entfernt sein und es muss ein benutzbarer Leitungsweg vorhanden sein. Muss ein solcher Leitungsweg hergerichtet werden, übernimmt der Kunde die Kosten.

   Es ist aber nicht unbedingt erforderlich, dass eine Glasfaserverbindung zwischen HÜP und NT erstellt wird. „Vorhandene Techniken können genutzt werden“, versichert René Fuchs und verweist auf die Möglichkeit, eine Standard-LAN-Verkabelung (größer als CAT 5) benutzen zu können. Auch die Nutzung eines D-LAN ist möglich, wobei das Signal über die Stromleitung gesendet wird. Nutzbar ist auch eine bereits vorhandene Koaxialverkabelung.

Am Samstag kamen sehr viele Schermbecker zum Servicepunkt der DG in der Mittelstraße 47, um sich bezüglich einer Anbindung ihrer Immobilie an das geplante Glasfasernetz beraten zu lassen. Foto: Helmut Scheffler

Vom NT zum Router wird ein LAN-Kabel verwendet. „Deshalb ist es sinnvoll, den NT in der Nähe des Routers zu platzieren“, empfiehlt René Fuchs. Vom Router aus in Richtung Endgerät können herkömmliche Verkabelungswege und/oder W-LAN-Anbindungen genutzt werden. Wer einen aktuellen Router besitzt, kann diesen weiterhin nutzen. Wenn sich die Umsetzung einer technischen Planung im Rahmen einer Hausbegehung als zu kostspielig erweist, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten.

     2. Themenkomplex: Was ändert sich bei einem Mieter gegenüber dem Eigentümer eines Einfamilienhauses? Vertragspartner ist für die DG grundsätzlich der Mieter. Dieser muss aber beim Eigentümer/Vermieter die Genehmigung einholen. In aller Regel wird er die Genehmigung bekommen, weil sich durch die Anbindung an das Glasfasernetz eine Wertsteigerung der Immobilie ergibt. In einem Mehrfamilienhaus reicht der Vertrag eines einzigen Mieters, damit die DG das Projekt umsetzt. Der HÜP wird dann im Haus installiert, aber nur der eine Mieter bekommt die Anbindung zum NT in seiner Wohnung.

Die Bürger interessierten sich für das Glasfaser-Projekt. Foto: Helmut Scheffler

Sollte kein einziger Mieter einen Vertrag abschließen, dann kann der Eigentümer darüber nachdenken, ob er einem Mieter einen Teil der Vertragskosten erstattet, damit es einen (bis zum Bündelungsstichtag 18. April) kostenlosen HÜP im Haus geben kann. Die Kosten für einen nachträglich anzulegenden HÜP betragen derzeit etwa 700 Euro.

   Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Servicepunktes zu folgenden Zeiten zur Verfügung: Mo., Di., Mi. + Fr.: 14:00-19:00 Uhr; Do.: 09:30-19:00 Uhr; Sa.: 09:30-15:00 Uhr. Samstags zwischen 10 und 15 Uhr kann auch das Servicemobil bei REWE Conrad besucht werden. H.Sch.