Donnerstag, 25. Mai 2017

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Kuchengenuss mitten in der Natur: Café An’ne Lehmkuhle

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 14 bis 19 Uhr
Samstag und Sonntag 11 bis 20 Uhr

Telefon: +49 2856 9127994
Website: www.cafe-lehmkuhle.de
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wäre der liebe Gott für die Verteilung von kleinen Landcafés zuständig, hier hätte er sicher eins erschaffen: direkt an `ne Lehmkuhle in Gahlen. Da, wo das Waldkäuzchen abends ruft, wo man das Windgeflüster in den Bäumen so eben verstehen kann, und wo der Fuchs abends den Hühnern hinter dem Zaun zuraunt: Heute ist euer Glückstag, heute lasse ich euch mal leben.
 
Was der liebe Gott nicht von alleine erledigt hat, das nahm Silvia Fastring vor vier Jahren selbst in die Hand. Aus ihrem kleinen verfallenen Gartenhäuschen machte sie mit ihrem Mann Michael ein gemütliches Landcafé. Für Radler an den Tongruben ist es seitdem nicht mehr wegzudenken. In kürzester Zeit hat sich Silvia Fastring einen großen Stammkundenkreis aus dem ganzen Ruhrgebiet quasi erbacken. „Die Gäste rufen schon früh im Jahr an und fragen, wann wir wieder aufmachen und wann es den ersten Kuchen gibt“, freut sich die Gastgeberin. In der Regel werden an Ostern das erste Mal die Biergarten-Möbel herausgestellt. Bis zu 150 Plätze fasst der Außenbereich vor dem kleinen Selbstbedienungscafé dann. 
Oft werde für die Lieblingssorte Kuchen morgens schon angerufen, um etwas für den Nachmittag zurückzulegen. Denn manchmal waren in der Vergangenheit die vielen Bleche Kuchen, die Silvia Fastring alle selber in den Ofen schiebt, schon am Nachmittag ratzekahl leergegessen. Je nach Wanderer- und Radler-Aufkommen. Und das bedeutet: Je nach Wetter. Bei Regenwetter hat das Café An`ne Lehmkuhle drinnen bis zu 15 Plätze anzubieten. Dann wird ein bisschen zusammengerückt. Gerne auch in lehmigen Gummistiefeln und klatschnassen Regenjacken. Hier draußen in der Natur darf es ruhig etwas deftiger zugehen. Hunde- und pferdefreundlich seien sie auch, ergänzt Silvia Fastring lachend. Da wird dann schon mal der Blechnapf unter den Tischen weitergereicht. Und direkt hinter dem Hühnerstall, der an das Café angrenzt, können Ponys und gleich ganze Pferdekutschen angebunden werden.
Die Eier für die vielen Kuchen und Torten, die im Café über die Theke gehen, stammen vom eigenen Federvieh, das man leise kakeln hören kann, wenn es an den Tischen gerade nicht allzu fröhlich und laut zugeht. Das Obst für die Kuchen kommt in der Regel aus dem eigenen Garten, vom nahen Erdbeerhof oder von den Büschen der Nachbargehöfte. Silvia Fastring bekommt regelmäßig Anrufe, dass die Kirschen oder die Stachelbeeren im Nachbargarten so weit seien. Und reicht anschließend zum Dank ein großes Stück frischgebackenen Quark-Streusel-Kuchen mit Stachelbeeren über den Zaun oder eine Rhabarber-Pudding-Kreation. „Wir verkaufen nur Produkte, die wir selber gerne mögen“, beschreibt Kuchenbäckerin Fastring ihre Einstellung. Alles ist auf die wesentlichen Zutaten reduziert. Wie früher. Hinein kommt nur, was gut ist. Diesen Qualitätsanspruch bezieht die Gastwirtin auch auf alle anderen Angebote: Wenn für eine angekündigte Gruppe im Biergarten gegrillt wird, kommt hochwertiges Fleisch auf das Rost. Auch die beliebten Hausmacherbrote mit Griebenschmalz werden liebevoll zubereitet.
Für Silvia Fastring ist es immer wieder ein Geschenk, wenn sie beobachten kann, dass sich ihre Gäste hier draußen in der Natur entspannen. Und dann einfach eine gute Weile sitzen bleiben. Kinder können sich oft nicht sattsehen an den Entenküken, die im Garten laufen oder reichen den Hühnern mit großer Ausdauer Grashalme durch den Zaun. Während ihre Mütter bei einem Milchkaffee plaudern. In Zukunft bietet Silvia Fastring donnerstags bei gutem Wetter einen Strickstammtisch an. Am Nachmittag kann man dann im Sommer gemütlich beieinander sitzen, klönen und die Nadeln schwingen. Die passionierte Handarbeiterin Silvia Fastring steht mit Rat und Tat zur Seite. Und umsorgt natürlich auch hier kulinarisch auf ihre unverwechselbar herzliche Art.
 
Wenn zum Kuchen die üblichen Kaffeespezialitäten von Cappuccino bis Kaffee Creme gut passen, so darf es zum Schnittchen oder zur Frikadelle auch ein frisches Bier sein oder ein Glas Wein aus der kleinen Auswahl im Café Lehmkuhle. Ebenso steht natürlich ein Schnaps aus der hiesigen Brennerei Böckenhoff im Regal und Likör aus Gahlen, der Göhlzen Flöiter. Dann kann das Aufladen des E-Bikes ruhige schon mal etwas länger dauern. Die Zeit muss und darf sein. Denn hier draußen gehen die Uhren einfach etwas langsamer.
 
Interview mit Silvia Fastring, Café An’ne Lehmkuhle
 
WSS: Was ist die Spezialität Ihres Cafés?
Meine selbstgemachten Blechkuchen. Ich verarbeite, was es regional gerade gibt, also variieren die Kuchensorten in der Saison, je nachdem, welche Früchte gerade in meinem Garten und im Garten der Nachbarn wachsen.
 
WSS: Worauf können Gäste sich bei Ihnen freuen?
Auf die Ruhe im Biergarten, mal richtig abschalten zu können. Man kann dem Vogelgezwitscher zuhören oder dem Rauschen des Windes in den Bäumen. Hier kann man die Pause genießen und auch gerne längere Zeit verweilen.
 
WSS: Was ist typisch Schermbeck an Ihrem Café?
Die Herzlichkeit, das Miteinander. Typisch Schermbeck ist, gerne zu Besuch zu kommen und willkommen zu sein. Dieses Wohlfühlen. Für mich gehört hier zu den Menschen, dass man gerne Zeit miteinander verbringt, im Gespräch oder auch mal in Ruhe.
 
WSS: Was schätzen Sie an Schermbeck besonders?
Ich bin hier zu Hause, fühle mich hier aufgenommen und fühle mich deshalb sehr wohl. Ich gehe gerne in Schermbeck einkaufen. Meine Kinder sind hier zur Schule gegangen. Und das alles ist für mich Heimat. Das macht Schermbeck für mich aus.
 
WSS: Was kann man unmittelbar in der Nähe der Lehmkuhlen unternehmen?
Fahrradfahren. Viel Fahrradfahren. Man kann auch gut wandern. Inlineskater haben wir hier auch viele. Rund um unser Café kann man die sanfte Erholung auf den gut ausgebauten, befestigten Wegen genießen. Hier direkt fahren eigentlich keine Autos. Es herrscht meistens eine herrliche Ruhe. Und das macht es auch möglich, sogar tagsüber viele Tiere zu beobachten. Hier gibt es Füchse, Rotwild – manchmal 15 bis 20 richtig große Hirsche – , hin und wieder auch Wildschweine in der Nähe des Hauses hier, ganz selten mal einen Dachs. Ein Uhu hat sich hier an der Tongrube angesiedelt und kam in den vergangenen Jahren immer wieder.
 
WSS: Welchen Ausflug auf Schermbecker Gemeindegebiet würden Sie Ihren Gästen empfehlen?
Wir schicken die Radler und Wanderer auch in die anderen schönen Bereiche wie den Dämmerwald. Es lohnt sich einen Stopp bei der Kräuterpädagogin Appelbongert einzulegen. Außerdem schicke ich meine Gäste gerne in den Gahlener Ortskern. Wenn jemand eine Übernachtungsmöglichkeit sucht zum Beispiel. Da gibt es ja in Gahlen direkt viele Möglichkeiten.
 
Das Café An’ne Lehmkuhle auf einen Blick
 
Barrierefrei zugänglich
E-Bike-Ladestation vorhanden
Frühstück auf Anfrage
Grillabende für angekündigte Gruppen
Biergarten/Terrasse
Selbstgemachter Kuchen und einige deftige Kleinigkeiten
Kinderspielplatz
Montag und Dienstag Ruhetag
 

Wetter

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