Sonntag, 24. September 2017

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Der Teufelsstein

Da liegt er. Mitten in Weselerwald. Besucher müssen sich bis kurz vor einen Bauernhof wagen, um den wuchtigen Brocken mit den Abdrücken der Teufelskrallen darin zu bewundern. Zur Herkunft des Weselerwalder Teufelssteins gibt es mehr als eine Deutung. Meistens sind es ganz abenteuerliche Geschichten. Meist wird der Standort des Steins folgendermaßen erklärt: Da er nicht gut einfach vom Himmel gefallen sein kann und für Menschenkraft einfach zu schwer war, konnte nur das Böse selbst den Felsen dorthin geschafft haben.

Das war zu der Zeit, als in Marienthal fromme Männer das Kloster bauten und in Drevenack die Kirche immer höher stieg, dass der Turm schon weither vom Walde zu sehen war, da habe der Teufel seinen bösen Streich ausführen wollen. Hoch oben auf den Testerbergen jenseits der Lippe habe ihn die Satanswut erfasst, so dass er jenen Fels, den Teufelsstein, gegriffen habe, um ihn weit zu werfen - (mit donnerstarkem Brausen sei er durch die Luft geflogen) - ja, nun weiß man nicht, um ihn gegen das Kloster oder die neue Drevenacker Kirche, zu schleudern. War seine Kraft zu schwach, so dass der Stein zwischen Marienthal und Drevenack am Weselerwald zu Boden fiel und also das Kloster nicht erreichte - oder zu ungestüm, so, dass er über Drevenacks Kirche weit in die großen Wälder flog, dahin, wo heute Wiese ist und wo er immer noch liegt, und wo man immer noch an einer Seite die Löcher sieht, da seine Teufelskrallen sich in blinder Wut in die harte Masse eingegraben haben? Ob wir es jemals erfahren?
(Die Erklärung fußt auf einem Text des Heimatvereins Schermbeck)
 

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