Dienstag, 27. Juni 2017

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Klever Landwehr/Römische Landwehr

Wer auf dem Brüner Weg aufmerksam diese merkwürdige Stelle passiert hat, fühlt sich in andere Zeiten katapultiert: Die asphaltierte Straße durchbricht einen baumbestandenen Erdwall, der sich rechts und links weiter durch die Viehweiden zieht. Hier hat man sich vor vielen Jahrhunderten auf diese Weise vor angreifenden Feinden geschützt. Das Grenzwall-System ist als Klever Landwehr bekannt.

Die Landwehr führte auf etwa 40 Kilometern von Schermbeck in einem Bogen zur Ortschaft Isselburg. Zwischen Schermbeck und Damm ist heute ein langes Stück erhalten. Vielfach wird die Wallanlage auf den Anfang des 15. Jahrhunderts datiert. Sie diente als Schutz für die Landbevölkerung vor Überfällen. Der Verlauf der Klever Landwehr legt allerdings ein anderes Ursprungsdatum nahe. Das Territorium der Klever Grafen stimmte nämlich nicht mit dem erhaltenen Erdwall überein. Die Vermutung liegt nahe, dass ein solch enormes Bauvorhaben eher aus der Römerzeit stammt. Beide Lesarten finden ihre Anhänger.

Heute sind Wälle mit einer Breite zwischen vier und sieben Metern erhalten. Zusätzlich sind Gräben ausgehoben worden. Die Machart weist Ähnlichkeiten mit dem obergermanischen Limes auf. Es ist anzunehmen, dass wilder Bewuchs aus Hecken und Büschen und zusätzlich ein Palisadenzaun auf dem Wall das Überwinden für Feinde noch schwieriger machte.

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